Unsere arbeitsmarkt­politischen Projekte

Bevor wir arbeitsmarktpolitische Projekte initiieren, konzipieren und implementieren, betrachten wir immer folgende Fragen:

  1. Welche Personen sind von der allgemein positiven Entwicklung auf dem ersten Arbeitsmarkt abgehängt?
  2. Welche Qualifikationen in Industrie, Handwerk und Dienstleistung bieten dauerhafte Perspektiven?
  3. Welche neuen Wege müssen neben den tradierten Pfaden der Arbeitsmarktpolitik beschritten werden? 

Während Arbeitgeber in NRW den Fachkräftemangel beklagen und die bekannten Beschaffungswege zur Lösung nicht mehr ausreichen, haben Langzeitarbeitslose, arbeitslose Jugendliche, Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende und Geflüchtete wenig Chancen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Daher bauen wir Brücken zwischen diesen Menschen und potenziellen Arbeitgebern.

So nutzen wir nicht nur die Zeitarbeit als Instrument, um diese Zielgruppen in den Arbeitsmarkt und damit in die Gesellschaft zu integrieren. Wir entwickeln und probieren auch immer wieder neue Wege aus. Und beteiligen uns zudem als strategischer Partner an den Projekten anderer Träger. Von besonderer Bedeutung sind dabei ein optimaler Wissenstransfer sowie der Mut zu Innovationen.

Eines unserer aktuellen Projekte ist das Konzept „Integration durch Arbeit“

Mit dem Konzept „Integration durch Arbeit“ bieten wir bei START NRW bereits mehr als 80 Geflüchteten einen Arbeitsplatz und damit Chancen auf Integration. Denn wesentliche Erfolgsfaktoren für Integration – auch gesellschaftlich – sind ein Arbeitsplatz und der Spracherwerb.

Beides fördern wir durch unser Projekt. Durch ein faires Einkommen ermöglichen wir den Wegfall von Transferleistungen. Das wiederum ermöglicht eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und eigenen Wohnraum anstelle von Massenunterkünften. Gleichzeitig fördern der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Sprachkurse „on the Job“ das Selbstwertgefühl. Nebenbei wird auch das Demokratieverständnis gefördert, zum Beispiel durch die Teilnahme an Betriebsratswahlen.

Geflüchtete werden bei uns auf Qualifizierung vorbereitet, von uns unbefristet eingestellt und mit Bildungsträgern für eine IHK-Abschlussprüfung geschult. Dank der Unterstützung durch die Arbeitsverwaltungen bei der Bewerberauswahl und Finanzierung können wir das Angebot inzwischen an sechs START-NRW-Standorten mit mittlerweile mehr als 80 Teilnehmenden anbieten.

Wir planen, das Konzept „Integration durch Arbeit“ zukünftig auf weitere Niederlassungen auszudehnen. Wir entwickeln modellhafte Konzepte, realisieren diese erfolgreich und kooperieren mit Arbeitsverwaltungen und Bildungsträgern.

So beweisen wir bei START NRW jeden Tag, wie die Integration von Menschen, die es auf dem Arbeitsmarkt nicht leicht haben, funktionieren kann.

Zeitarbeit – eine Brücke in den Arbeitsmarkt?


Zeitarbeit – eine Brücke in den Arbeitsmarkt?
Immer mehr Menschen finden in der Zeitarbeit eine Beschäftigung. Viel und kontrovers wird in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert, ob Zeitarbeit tatsächlich eine Brücke in den Arbeitsmarkt ist. Studien beziffern den sogenannten Klebe- und Brückeneffekt unterschiedlich hoch.

Offen war bisher allerdings die Frage, welche Faktoren diesen Effekt befördern und mit welchen Maßnahmen man ihn gezielt verbessern kann. Hierzu hat der Projektträger Soziale Innovation GmbH Befragungen von Zeitarbeitskräften, Ehemaligen und Zeitarbeitsunternehmen sowie Interviews mit Betriebsräten und Kunden durchgeführt. Daraus wiederum wurden Handlungsstrategien entwickelt und umgesetzt, die zu einer Verbesserung der Beschäftigungschancen jenseits der Zeitarbeit führen sollen.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Personalbetreuung. Bei START NRW sind wir deshalb der Frage „Was ist gute Personalbetreuung und wie kann man diese mit Blick auf die Übernahme optimieren?“ nachgegangen. Wir haben dies in Workshops mit Disponentinnen, Disponenten und Niederlassungsleitungen ausführlich diskutiert und unser gemeinsames Verständnis von Personalbetreuung bei START NRW dann schriftlich ausformuliert: Diese Leitlinie dient seitdem neuen Kolleginnen und Kollegen als Orientierungshilfe.

Und auch nach dem offiziellen Projektende arbeiten wir weiter daran, den formulierten Ansprüchen gerecht zu werden. Dazu gehört z. B. die Einführung regelmäßiger Mitarbeitergespräche, die die Themen Arbeitssituation beim Kunden sowie Arbeitssicherheit, Gesundheitsförderung und Qualifizierung umfassen. Auch sie dienen dazu, die Personalbetreuung zu intensivieren und die Beschäftigungschancen zu verbessern.

Für eine passgenaue Stellenbesetzung wurde zudem ein Instrument zur Erfassung der Anforderungen und Rahmenbedingungen beim Kunden sowie ein neuer Leitfaden für Bewerbergespräche entwickelt.

Projekt „Familien­freundliche Arbeitszeiten in der Zeitarbeit“


Projekt „Familienfreundliche Arbeitszeiten in der Zeitarbeit“
Die Mehrheit der Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer ist in einem Alter, in dem neben der Erwerbstätigkeit auch familiäre Anforderungen zu bewältigen sind. Zeitarbeit heißt aber in der Regel Vollzeitbeschäftigung - und ist mit Kinderbetreuung oder der Pflege von älteren Angehörigen oft nur schwer zu vereinbaren.

Das Projekt hat daher die Entwicklung und Umsetzung familienfreundlicher Arbeitszeiten in der Zeitarbeit zum Ziel. Auf diese Weise möchten wir Arbeitsuchenden und Berufsrückkehrenden mit familiären Pflichten den (Wieder-)Einstieg in die Beschäftigung ermöglichen - und so auch den zunehmenden Fachkräftebedarf sichern.

Zudem möchten wir insbesondere auch Menschen aus Gesundheits- und Pflegeberufen ansprechen, für die Vollzeit oder Schichtdienste nicht infrage kommen und die daher flexible Teilzeitlösungen suchen.

Natürlich ist diese Aufgabe kein Selbstläufer: In einem permanenten Prozess gilt es, weitere Niederlassungen und Kunden zu sensibilisieren, um gemeinsam mit Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern innovative familienfreundliche Lösungen zu erarbeiten.

START NRW ist Unterzeichner der Charta der Vielfalt

Vielfalt leben, Chancengleichheit unterstützen: Alle unsere Angebote richten sich gleichermaßen an Frauen und Männer, Menschen mit Migrationshintergrund, ältere und jüngere Arbeitsuchende, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung, Geringqualifizierte und auch an Berufsrückkehrende.
START NRW ist Unterzeichner der Charta der Vielfalt.

Wir sind Unterzeichner der Charta der Vielfalt. Deshalb setzen wir uns ein...

Weniger Stress in Alltag und Beruf

Gute Arbeit heißt für uns auch, Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen - und uns für deren Gesundheit und Wohlbefinden einzusetzen. Schließlich sind dies wesentliche Voraussetzungen für die Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit. Beeinträchtigungen können aus dem Arbeits- und Privatleben resultieren. Besondere Bedeutung haben hier Belastungen im Zusammenhang mit Stress.

Das Erleben von negativem Stress bedeutet ein geringeres Wohlbefinden und eine Beeinträchtigung der Gesundheit. Mögliche Folgen sind: Konzentrationsprobleme, Anspannung, Unzufriedenheit, Schlafprobleme, psychosomatische Beschwerden u.v.m. Diese können die Leistungsfähigkeit einschränken und zu Fehlern und Ausfallzeiten führen.

Damit unsere Beschäftigten mit den Anforderungen aus Alltag und Beruf besser umgehen können, setzen wir uns bei START NRW für die Förderung ihrer gesundheitlichen und persönlichen Ressourcen ein.

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern (LIA.NRW, Team Gesundheit, BGF-Institut, LSB NRW, AOK Rheinland) haben wir ein modulares Konzept zur Förderung psychosozialer Kompetenzen entwickelt und für verschiedene Zielgruppen (z. B. Zeitarbeitskräfte in einer Qualifizierung und Transferbeschäftigte) umgesetzt. Die Module zielen auf die Stärkung von Selbstmanagementkompetenzen und Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung sowie die Förderung von Eigeninitiative und sozialen Kompetenzen.

Diese Aktivitäten haben wir in das Projekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt - Transfer guter Praxis“ (psyGA-transfer) des BKK-Bundesverbandes im Rahmen der Initiative INQUA eingebracht. Weitere im Projekt entwickelte Anregungen und Instrumente möchten wir allen zugänglich machen.

Handlungshilfen und die E-Learning-Tools „Kein Stress mit dem Stress“ für Beschäftigte und Führungskräfte finden Sie hier.

Projekt „Übergangs­management“ für Haftentlassene

Wir setzen uns dafür ein, dass alle in der Gesellschaft jederzeit die Chance auf gute Arbeit und damit auf eine bessere gesellschaftliche Integration bekommen. Deshalb engagieren wir uns bei START NRW im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative B5 auch für die berufliche Wiedereingliederung von Haftentlassenen.

Partner der Initiative für ein landesweites Übergangsmanagement sind der Kriminologische Dienst des Landes NRW, die Justiz NRW und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Diese setzen sich für eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit aller Arbeitsmarktakteure ein.

Gemeinsames Ziel ist es, die Rückfallrisiken Inhaftierter durch eine erfolgreiche und nachhaltige Vermittlung in Arbeit und Ausbildung unmittelbar nach der Haft zu senken.

Bereits im Rahmen des abgeschlossenen EU-Projektes ZUBILIS (Zukunft der beruflichen Bildung im Strafvollzug) haben wir uns an der Entwicklung eines Konzepts zum Übergangsmanagement und der aktiven Umsetzung beteiligt.
Diese langjährige Zusammenarbeit setzen wir in B5 fort.

ANSPRECHPARTNER

Norbert Maul

Norbert Maul
Geschäftsführer

START NRW GmbH
Schifferstraße 166
47059 Duisburg

Tel.: 0203 29519-0
Fax: 0203 29519-16
E-Mail: norbert.maul@start-nrw.de

Download

Download Familienfreundliche Arbeitszeiten 1500,7 kB | PDF | Praxisbeispiele in der Zeitarbeit

Aktuelles

September 2019 
Besuchen Sie uns auf der ZUKUNFT PERSONAL in Köln. 

August 2019
Alleinerziehende beginnt Ausbildung in Teilzeit

August 2019
"Mit START NRW am Puls der Zeit": Sascha Bruckhoff ergänzt Führungsspitze der START NRW GmbH

Juni 2019 
Arbeitsmarktpolitischer Auftrag RAG